Die Belange des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege in administrativen Abwägungsentscheidungen

Reihe Wissenschaft und Praxis der Kommunalverwaltung, Band 6

Denkmalschutz und Denkmalpflege sind Teil der Kulturhoheit der Länder. Infolgedessen verfügen alle Länder über ein Denkmalschutzgesetz.

Die Landesdenkmalschutzgesetze regeln den Umgang mit den Belangen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege jedoch nicht abschließend. Stattdessen finden sich sowohl im Bundes- als auch im Landesrecht Materien mit einer Ausstrahlungswirkung auf die Belange des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege. Gemeinsam ist diesen Materien, dass sie für die Planung, Planfeststellung oder Genehmigung räumlich relevanter Vorhaben häufig Abwägungsentscheidungen vorsehen, in denen die Belange des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege zu berücksichtigen sind.

In dieser Arbeit werden die Struktur dieser denkmalrelevanten Abwägungsentscheidungen und die Berücksichtigung der Belange des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege systematisch dargestellt und bewertet. Auf diesem Wege wird – insbesondere für Kommunen, in deren Zuständigkeitsbereich viele der denkmalrelevanten Abwägungsentscheidungen fallen – ein Leitfaden für den Umgang mit etwaigen Kollisionen zwischen räumlich relevanten Vorhaben und den Belangen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege geschaffen.

Esther Rabeling, die zwischen 2004 und 2009 ihr Studium der Rechtswissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster absolviert hat, war 2010 bis 2011 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kommunalwissenschaftlichen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und ist seit 2012 Rechtsreferendarin am Landgericht Duisburg.

Rezensionen zu diesem Artikel

Die von Esther Rabeling vorgelegte Arbeit kann gerade auch mit Blick auf die Rechtsprechung von BVerfG, BVerwG und der Oberverwaltungsgerichte bzw. Verwaltungsgerichtshöfe in Deutschland als ein sehr lesenswerter, gehaltvoller und problemlösungsorientierter Beitrag zu den im einschlägigen Schrifttum, in der Rechtsprechung, aber gerade auch in der politischen und öffentlichen Diskussion bereits seit einigen Jahren intensiv geführten Diskussion eingeordnet werden. Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich nicht nur um eine gelungenen Dissertation, die trotz ihrer verständlichen Engführung auf das Land Nordrhein-Westfalen sehr gute Verwendung in den Denkmalschutzbehörden der deutschen Länder finden sollte, sondern um einen sehr praktikablen Leitfaden für den Umgang mit etwaigen Kollisionen zwischen räumlich relevanten Vorhaben und den Belangen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege.

(www.dnk.de 02/2015)


"Das Buch ist ein empfehlenswerter Leitfaden für Praktiker des Planungsrechts in Gemeinden, Gerichten, Behörden sowie Anwalts- und Planungsbüros."

(Oberregierungsrat Dr. Jörg Spennemann, Verwaltungsrundschau 10/2014)

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