Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalen

Das Denkmalrecht fällt in die Kulturhoheit der Länder, die davon in unterschiedlicher Weise Gebrauch gemacht haben. Im Kommentar zum Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalen (DSchG) werden die landestypischen Besonderheiten aufgezeigt.

Der Kommentar informiert kompetent, anschaulich und praxisorientiert über Fragen des Denkmalschutzes in Nordrhein-Westfalen. Die aktuelle Rechtsprechung zum Denkmalrecht in Nordrhein-Westfalen sowie zu den anderen Ländern ist berücksichtigt.
Die vorliegende Publikation gibt einen Überblick über das Verwaltungshandeln mit den dazugehörigen Verfahrensabläufen bei Denkmalschutz und Denkmalpflege und der politischen Schwerpunktsetzung, insbesondere in den Förder- und den Darlehensprogrammen. Daneben stellt sie die Wechselbeziehungen mit dem Baurecht und dem Steuerrecht dar.
Mit der Ausrufung des Europäischen Kulturerbejahres 2018 hat die EU das Bewusstsein für das gemeinsame europäische Erbe wecken und die Bereitschaft zu seiner Erhaltung fördern wollen. Unter dem Motto „sharing heritage“ stehen in Deutschland – und speziell in Nordrhein-Westfalen – Erinnerungsorte, Bau- und Bodendenkmäler, die die gemeinsame europäische Geschichte wiederspiegeln, etwa das historische Rathaus in Münster oder die baulichen Zeugnisse des Reformstils in Hagen, im Fokus des öffentlichen Interesses. Neben bildungspolitischen Projekten gehören auch rechtspolitische Initiativen zu den erklärten Zielen des Kulturerbejahres, hat sich doch die Europäische Union, ebenso wie der für europäische Denkmalschutzfragen traditionell zuständige Europarat, die Entwicklung von innovativen Modellen einer „auf Beteiligung ausgerichteten Verwaltung“ auf die Agenda gesetzt. So gesehen, bedeutet „sharing heritage“ auch ein Teilen der Verantwortung für das Kulturerbe im Verhältnis Bürger – Staat. Diese konzeptionellen Überlegungen überschneiden sich mit den aktuellen kulturpolitischen Diskussionen über einen zeitgemäßen Denkmalschutz in Nordrhein-Westfalen und werden in der Neuauflage erörtert.
Auf dem Weg zur Entstaatlichung und Entbürokratisierung ist die bereits in der Vergangenheit vereinfachte Landesbauordnung unter dem Einfluss der Musterbauordnung systemgerecht fortentwickelt worden, zuletzt durch das Gesetz zur Modernisierung des Bauordnungsrechts in Nordrhein-Westfalen (BauModG NRW) und hat damit wichtige Impulse zu einer Überarbeitung des Beitrags gegeben.
Das Werk ist damit ein wichtiger Ratgeber für Verwaltungsbehörden, Verbände, Gerichte, Anwälte, Denkmaleigentümer, Architekten, Steuerberater, ehrenamtlich Beauftragte und alle sonst mit Denkmalschutz und Denkmalpflege befassten Personen.

Die Autoren Prof. Dr. Dr. Dimitrij Davydov, Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW, Köln, Prof. Dr. Dr. Ernst-Rainer Hönes, Ministerialrat a. D., Mainz, Dr. Birgitta Ringbeck, Ministerialrätin, Auswärtiges Amt, Berlin, Dr. Holger Stellhorn, Richter, VG Arnsberg kennen sich mit der Materie bestens aus.

Aus den Rezensionen

Der Kommentar ist weiterhin ein unentbehrliches Arbeitsmittel für alle, die mit dem Gesetz zu tun haben.

(Universitätsprofessor Dr. Janbernd Oebbecke, DVBl, Heft 19/2016)

"Insgesamt bleibt festzuhalten: fachliche Kompetenz der Autoren, verarbeitete Fülle an für die Praxis unerlässlichen Informationen sowie Ausgewogenheit und systematische Stringenz der Erläuterungen sind sichere Indizien dafür, dass dieser Kommentar eine wesentliche Arbeitsgrundlage für jeden im Denkmalschutzrecht Tätigen darstellt. Nicht nur in Nordrhein-Westfalen."

(Dr. Johannes Wasmuth, München, NVwZ 14/2015)


"Seine Kommentierung, welche auch die Erfahrung in den anderen Bundesländern berücksichtigt, behandelt alle wesentlichen Gesichtspunkte und Streitfragen und stellt damit eine wahre "Fundgrube" für die künftige Praxis in NRW dar."

(Dr. Joachim Arntz, Präsident des Verwaltungsgerichts Köln a.D., NWVBl. 4/15)

"Die Denkmalrechtsdarstellung beziehungsweise -kommentar verschaffen zielgerechte Informationen und vermitteln grundlegendes Verständnis für die Belange von Individuen, der Allgemeinheit, des städtebaulichen Denkmalschutzes. Hönes erweist sich zum wiederholten Male als einzigartiger Meister und Doyen des deutschen Denkmalrechts."

(Wolfgang Karl Göhner, Die Denkmalpflege 01/2020)

Zur Übersicht